Archiv der Kategorie: Käfer USA RoadTrip 2014

Der Kreis schließt sich: Zurück in L.A. (Tag 10)

Es ist warm hier in Santa Barbara. Unser Hotel, das Indigo, ist nur wenige Blocks vom Strand entfernt. Ein frischer Morgenkaffee, den Käfer gepackt, das Öl gecheckt (sicher ist sicher!), dann machen wir uns auf zum Meer. Wir gehen auf den Pier der Stearns Wharf, sehen dort den ersten Joggern und Touristen des jungen Tages zu, sprechen mit ein paar Tauchern, die enttäuscht aus dem Wasser unter dem Pier auftauchen. Das Wasser ist zu trüb, zu aufgewühlt. Keine Sicht. Dafür ist der Tag über Wasser umso klarer. Mit offenem Dach fahren wir über Nebenstraßen bis Ventura und weiter Richtung Los Angeles. Zwischen Ventura und Malibu finden wir die Topanga Canyon Road. Die Straße windet sich traumhaft durch das Tal zwischen zwei Bergzügen. Am Straßenrand immer wieder Läden und Häuser, deren Äußeres darauf schließen lässt, dass der Canyon fest in Hippie-Hand ist. Das Ende der Straße endet direkt am Pazifik und am Highway 1. Wir biegen links ab, kurz vor dem Malibu Pier verlassen wir die Küste und fahren Richtung Flughafen. Der Kreis schließt sich: Zurück in L.A. (Tag 10) weiterlesen

Auf dem Highway #1 (Tag 9)

Zu früh trennen wir uns am Morgen des neunten Tages von unseren guten alten Freunden in Campbell. Ein Abend ist definitiv nicht genug, wenn man sich über zwei Jahre nicht mehr gesehen hat. Aber es hilft nichts: Wir sind ja gewissermaßen auf Mission – und die heißt heute Fahrt nach Santa Barbara. Da wir den Küsten-Highway #1 nehmen wollen, ist der heutige Tag auch unsere längste Etappe mit dem Käfer. Glücklicherweise macht sich kein Öl mehr außerhalb des Fahrzeugs bemerkbar, daher rechnen wir mit einer reibungslosen Fahrt. Zunächst geht es durch den Ort Los Gatos. Erinnerungen kommen hier auf, habe ich vor langer Zeit doch ein High School-Jahr hier verbringen dürfen. Bevor die Gefühle zu stark werden, biegen wir von Downtown auf den Highway 17 ab, der uns über den Pass der Santa Cruz Mountains bringen soll. Direkt am höchsten Punkt biegen wir auf die Summit Road Richtung Süden ab. Es ist Sonntag und der Strandverkehr ist nicht zu unterschätzen, vor allem, weil die Sonne heute ihr Allerbestes gibt. Außer starkem Radler-Verkehr ist die Summit Road ruhig. Hinter dem Summit Store geht es wieder nach Westen auf die San Jose-Soquel Road, eine wunderschöne Landstraße, die bergab durch die Redwoods bis nach Soquel führt, wo wir wieder auf dem Highway 1 treffen. Weiter geht es Richtung Monterey. Auf dem Highway #1 (Tag 9) weiterlesen

Matt, Retter in der Not auf dem Weg nach San Francisco (Tag 8)

Der Ölverlust hat uns letzte Nacht zwar schlafen lassen, aber etwas nervös sind wir schon, als wir heute mit Meerblick durchs Fenster aufwachen. Es ist kalt, die Wellen schlagen gegen die Felsen, im Wasser schwimmen ein paar Seelöwen. Die Szenerie ist unvergleichbar schön und wir wünschten, hier länger bleiben zu können. Doch wir müssen weiter. Wir verlassen relativ zügig unsere außergewöhnliche Unterkunft und suchen uns in Bodega Bay, dem Drehort von Hitchcocks Film “The Birds”, einen starken Kaffee. Der Ölcheck danach verheißt nicht viel Gutes. Wir hoffen, der Käfer kommt die nächsten 500 Meilen noch einigermaßen sicher nach Los Angeles, denn unser Zeitplan bietet nicht viel Zeit für einen außerplanmäßigen Stopp oder einen Werkstattaufenthalt. Matt, Retter in der Not auf dem Weg nach San Francisco (Tag 8) weiterlesen

Oldtimer, Racetrack, Ölverlust (Tag 7)

Frisch ist es am frühen Morgen in South Lake Tahoe. Als ich vor dem Basecamp Hotel auf der Straße stehe und Richtung Berg blicke, fährt gerade eine Gondel über die weiße Piste des Heavenly Ski Resorts nach oben. Nach einer knappen Woche in der Wüste ist dieses Bild und die kühle Luft eine absolut willkommene Abwechslung. Wir verwöhnen uns mit einem frischen Frühstück im Hotel und packen dann wie jeden Morgen unsere Sachen in den Käfer. Alle Handgriffe sitzen mittlerweile und obwohl unser Gepäck auf dem Weg etwas gewachsen ist, haben wir jetzt wirklich den Dreh raus. Die Fahrt führt uns entlang des Sees und dann hinauf in die Berge – erst Richtung Süden, dann nach Westen. Im Schatten der linken Straßenseite liegt noch richtig viel Schnee, teilweise so viel, dass die dahinter liegenden Häuser kaum zu erkennen sind. Rechts unseres Weges hingegen, im hellen Sonnenlicht, ist deutlich der erwachende Frühling zu erkennen. Es kommt uns so vor, als hätten wir in nur 24 Stunden alle Jahreszeiten mit unserem Käfer durchfahren. Oldtimer, Racetrack, Ölverlust (Tag 7) weiterlesen

Zum Lake Tahoe (Tag 6)

Am Morgen stolpern wir unausgeschlafen durch das Casino in den Frühstücksraum der Tonopah Station. Ein paar Unverbesserliche sitzen bereits um 8 Uhr wieder (oder noch?) an den Spielautomaten. Nach Eiern, Bacon und Hash Browns streifen wir noch durch die unterschiedlichen Geschosse des Hotels und sehen uns diverse Museumsstücke an. Dann ist es schon wieder Zeit zu gehen. Der Käfer ist gepackt, Rückwärtsgang und… Stopp! Der SUV der lokalen Highway Patrol hält uns noch auf dem Parkplatz an. Was haben wir falsch gemacht? Der Officer blickt von oben herab in unser Auto. Und dann kommt nur: “Nice car!”. Alles richtig gemacht. Wir nutzen den Moment für eine kurze Fotosession, plaudern mit dem netten Polizisten, der uns dann mit einem “Have a safe drive” wieder auf die Reise schickt. Doch schon ums nächste Eck halten wir wieder an. Zum Lake Tahoe (Tag 6) weiterlesen

Durch die Wüste nach Tonopah (Tag 5)

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Roxy Diner des Stratosphere Casinos fahren wir ein letztes Mal über den Strip durch die Spielerhauptstadt. Wie ausgestorben liegen die Casinos zu unserer Linken und Rechten. Wo gestern noch Menschenmassen durch das Lichtermeer schwammen, herrscht heute in der Morgensonne absolute Ebbe. Die Stadt bleibt dennoch beeindruckend und überwältigend. Für ein Abschiedsbild finden wir beim Cosmopolitan Hotel zwei Revuegirls, die sich bereitwillig mit unserem Käfer ablichten lassen. Dann haben wir genug von Las Vegas und bahnen uns den Weg zum Highway 95, der uns nach Norden durch die Wüste bringen soll. Durch die Vororte der Metropole geht es Richtung Berge in ein breites Tal, wir durchqueren ein Indianerreservat, fahren an einem Wegweiser zu einem Skigebiet vorbei. Die Berge links sind noch schneeweiß. Skifahren. Nichts, was man in der näheren Umgebung von Vegas erwarten würde. Weiter geht es Richtung Horizont, die Luft wird wärmer, die Sonne stärker. Durch die Wüste nach Tonopah (Tag 5) weiterlesen

Las Vegas (Tag 4)

Das Hotel, das wir bereits im Voraus für Las Vegas gebucht hatten, heißt Artisan Boutique Hotel. Wir wollten nicht in einem der großen Casinos absteigen, um aus der Schussweite der einarmigen Banditen mit ihrem ständigen Geklingel und all dem anderen Spielertrubel zu sein. Das Artisan liegt gerade noch so in Schlagweite des “Strips”, also des Las Vegas Boulevards, allerdings kennt es unser Navi nicht wirklich. Nach ein paar Ehrenrunden durch ein Industriegebiet haben wir es dann endlich gefunden. Von außen bezweifeln wir zunächst, dass das Hotel eine gute Wahl war, sieht die Umgebung doch eher etwas heruntergekommen aus, doch schon in der Auffahrt zum Eingang ändert sich unsere Meinung. Ein bisschen Toskana, ein bisschen Beverly Hills. Palmen, Statuen, alles sauber und schön gestaltet. Las Vegas (Tag 4) weiterlesen

Auf nach Sin City (Tag 4)

Der Morgen in Lake Havasu beginnt etwas zäh. Der erste Tag im Käfer war absolut aufregend und positiv, allerdings merken wir neben unserem langsam ausklingenden Jetlag auch deutlich, dass das Offenfahren, die Frischluft, der Sonnenbrand und das puristische Fahrgefühl im VW auf langer Strecke in die Knochen gehen. Auch sind wir etwas enttäuscht, denn das vermeintliche Party-Mekka Lake Havasu ist nicht wirklich das, was wir uns erwartet hatten. Von Spring Break ist hier keine Spur, das Hotel und der Außenbereich am Wasser wirken verschlafen und verlassen. Auch nachts störte uns keinerlei Lärm aus der im Untergeschoss liegenden Disco. Und dabei hätten wir so gerne einmal gesehen, wie die amerikanischen College-Stundenten ihre Frühjahrsferien feiern. Soll ja ganz schön ausgelassen sein… Auf nach Sin City (Tag 4) weiterlesen

Route 66 – die “Mother Road” (Tag 3)

Das Auto läuft einwandfrei. Nach Abgabe unsere Mietwagens geht das Abenteuer, der Käfer RoadTrip, nun also wirklich los. Wir fahren zurück nach Flagstaff und suchen die Schilder, die uns den Weg auf die Ur-Landstraße Amerikas weisen: Zur Route 66. Route 66 – die “Mother Road” (Tag 3) weiterlesen

Flagstaff – Der Käfer wartet (Tag 2 & 3)

Nach einer langen Fahrt von L.A. über Palm Springs und Prescott abends endlich in Flagstaff angekommen, beziehen wir unser Zimmer im Days Inn an der I-40. Das Hotel ist sauber und ausgesprochen preiswert mit unter 50 Dollar die Nacht. Das Beste: Der von der Verkäuferin gewählte Treffpunkt für die morgige Übergabe des VW Käfers liegt direkt daneben. Wir sind aufgeregt. Und reißen ein paar Witze darüber, was wohl sein wird, wenn der “Beetle” nicht wirklich gut in Schuss ist oder wir unser Gepäck darin nicht unterkriegen oder, oder, oder… Nach einem guten Steak fallen wir nach der langen Fahrt im komfortablen Mustang zufrieden und doch aufgeregt ins Bett. Morgen wird das 300PS-Auto Baujahr 2014 gegen 50PS aus dem Jahr 1979 eingetauscht … Flagstaff – Der Käfer wartet (Tag 2 & 3) weiterlesen

Käfer-RoadTrip: Ankunft in L.A. (Tag 1)

Nach einem wirklich entspannten Flug im vordersten Bereich des Flugzeugs landen wir nach etwas über 11 Stunden endlich in Los Angeles. Andere, die sich diesen Luxus regelmäßg leisten können, nutzen einen Flug in der First Class dafür, sich ordentlich auszuschlafen, um vor Ort dem Jetlag ein Schnäppchen zu schlagen und frisch am Ziel anzukommen. Wir, die sonst nur Holzklasse gewohnten Reisenden, haben auf den Schlaf verzichtet, um die Annehmlichkeiten von Platz und Service voll auszukosten. Großer Fehler. Erschlagen, spürbar müde (aber sicherlich entspannter als sonst auf Langstreckenflügen!) stellen wir uns bei der Immigration an und harren der Dinge. Es geht langsam voran, LAX erscheint im Vergleich zu anderen amerikanischen Flughäfen sehr genau und ganz ohne Eile die Einreisenden zu kontrollieren. Immigration, Gepäck und Zoll verschlingen am Ende locker zwei Stunden, bevor uns draußen vor der Flughafentür der südkalifornische Nachmittag in Empfang nimmt. Käfer-RoadTrip: Ankunft in L.A. (Tag 1) weiterlesen

Start des “Käfer”-RoadTrips (Tag 1)

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Mehr Fußraum geht nicht: First Class in der Lufthansa MUC-LAX

Der Plan: Ein Käfer Cabrio Baujahr 1979 aus den USA nach Deutschland “zurückholen”. Das gute Stück hatte sein bisheriges Leben in Arizona gefristet, bis er vor gut 18 Monaten von meinem alten Schulfreund Felix während eines Familienurlaubs durch den Südwesten der USA auf einem Walmart-Parkplatz in Flagstaff entdeckt wurde. Start des “Käfer”-RoadTrips (Tag 1) weiterlesen