Die Sache mit dem “ä” in der Äpple Äpp

Einige mögen sich vielleicht fragen, wo unsere aktuellen beiden “nativen” Apps – SkiPresse Ausgabe Februar und RoadTrip Ausgabe 01-2015″ – bleiben. Beide Magazine waren bereits seit über einem Monat fertig und bereit, auf den App Store hochgeladen zu werden. Leider jedoch gibt es ein Problem. Ein winzig kleines. Und doch eines, das uns komplett zum “App-Stillstand” gebracht hat: Ein simples “ä“. Wenigstens sind die beiden Magazine bereits seit einem Monat auf Issuu und erfreuen sich dort Gott sei Dank großer Beliebtheit.

Aber zurück zum Problem: Wie bitte? Ein “ä” und alles kommt ins Stocken? Tatsache. Alles begann damit, dass wir den bisher auf ein Privataccount laufenden Zugang zu Apples Entwicklerplattform endlich ganz hochoffiziell auf die Firma umgeschrieben haben. Muss ja alles seine Richtigkeit haben. Einige Firmierungen, so auch unsere, enthalten das nette Wörtchen “haftungsbeschränkt”, das mit dem Buchstaben “ä” nicht gerade ein Exot der deutschen Sprache ist. Im Englischen allerdings schon. Aber alles der Reihe nach.

Die Migration des Accounts lief ohne Probleme. Das einzige, das uns unnötig erschien, war, dass Apple die Firma noch einmal bestätigt haben wollte, was über eine dritte Institution geschah. Dort bekommt man eine so genannte DUNS-Nummer, die alle Angaben wie Name, Firmensitz, Gründung, Handelsregistereintrag etc. validiert. Schön, dass der gute deutsche Handelsregistereintrag nicht reicht, aber was soll’s – die Prüfung kostet außer Zeit nichts.

Die DUNS-Nummer kam, Apple war zufrieden und die Migration wurde innerhalb weniger Tage vollzogen. Auf der Developer-Website war damit alles korrekt eingetragen. Nun muss man aber für das Hochladen einer App auch noch eine zweite Website in Anspruch nehmen: iTunes Connect. Die Angaben von der Developer-Plattform werden normalerweise automatisch auf diese zweite Seite “gepusht” und aus die Maus. Doch jetzt kommt das “ä” ins Spiel: iTunes Connect kennt keine Umlaute. Zwar ist die Seite mittlerweile auf Deutsch verfügbar, aber eine Registrierung mit einem “ä”? Das geht wohl noch nicht. Ein neuer Anruf bei der Hotline. Ich muss dazu sagen, dass die Mitarbeiter der Hotline wahnsinning nett sind. Sie hören sich alles an, sind äußerst zuvorkommend und bemühen sich wirklich. Aber Macht über das “ä” haben sie wohl auch nicht. Dennoch gelang es zunächst, auf der Developer-Seite aus dem “ä” ein “ae” zu machen (obwohl dies so nicht mit der DUNS-Nummer-Valdierung übereinstimmt, da ist es ja ein “ä” – wie auch im deutschen Handelsregister). Jedoch wurde die Änderung bis heute, über drei Wochen später, noch nicht von iTunes Connect übernommen. Na und?, mag man fragen, dann halt einfach so weitermachen. Sehr gerne, ABER: Da wir nun als Firma angemeldet sind, müssen wir den AGBs und Developer-Verträgen neu zustimmen, bevor auch nur die kleinste App zur Prüfung bei Apple und dann zur Veröffentlichung hochgeladen werden kann. Und diese Verträge sind auf iTunes Connect hinterlegt. Will man nun mit dem dort immer noch registrierten “ä” digital unterschreiben, erhält man vom System nur eine Reaktion: “Invalid characters present in name”. Kein Weiterkommen.

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Mittlerweile habe ich bereits mehrfach bei der Developer Hotline angerufen. Aus den Deutsch sprechenden ServicemitarbeiterInnen wurde ein Englisch sprechender Vorgesetzter, aus dem wiederum ein Englisch sprechender Vorgesetzter des Vorgesetzten. Nach wie vor sind die Unterhaltungen außerordentlich zuvorkommend, nett, verständlich, von Hilfsbereitschaft geprägt. Immer wieder wird mir zugesichert, dass die Technik an dem Problem dran ist. Aber das “ä” steht immer noch im System. Und somit gibt es keine Verträge – und ohne Verträge keine App.

Ach ja: Sollte sich das Problem mit dem winzigen Buchstaben bald lösen, ist die App trotzdem nicht gleich verfügbar. Denn nach dem Upload auf iTunes Connect durchläuft sie erst einmal die übliche Prüfung durch Apple. Das kann dann auch noch einmal ein paar Tage dauern…

Und deswegen: Ihr bekommt beide Hefte (wenn auch in einem etwas seltsamen Layout, denn das konnten wir auf die Schnelle nicht vollständig neu machen oder anpassen) auf issuu.com als ePaper und über die ISSUU-App dann auch aufs Tablet (iOS und Android).

— Hier geht es zu RoadTrip, hier zur SkiPresse (ePaper) —

Bis sie als echte, native Apps auf den App Stores stehen, können leider noch ein paar Wochen vergehen. Bei RoadTrip nicht so schlimm, bei der SkiPresse allerdings mittlerweile etwas spät. Der Winter ist ja schon fast so gut wie vorbei. Erfreulich ist, dass seit der Veröffentlichung auf Issuu bereits genau so viele Leute beide Hefte angesehen haben, wie es bei den Apps normalerweise in dem Zeitraum der Fall ist. Hat also auch was Gutes. Aber ist eben nicht im Sinne des Erfinders.

Wir können nur hoffen und uns entschuldigen. Aber wir sind guter Dinge, dass sich das Problem bald lösen lässt. Es geht doch nur um den kleinen Buchstaben “ä”, nicht wahr Äpple??!??

PS: Was machen eigentlich Firmen wie MÜllermilch, wenn sie eine Äpp verÖffentlichen wollen? Ähhhh…..

PPS: Wieso ist die versprochene Android-App noch nicht da? Das liegt daran, dass unsere Agentur, die alles pogrammiert, erst Android macht, wenn iOS online ist. Warum? Gute Frage. Das wäre das nächste Thema, über das ich dann mal schreiben sollte…

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