Männerträume – Gas geben, Luxus genießen

Da unser Heft gerade etwas Verspätung hat, wollen wir Euch die vollständige Story über die Waldorf Astoria Driving Experience nicht länger vorenthalten:

Auf der englischen Wikipedia-Seite wird ein Roadtrip wie folgt definiert: „A road trip is a long distance journey on the road. Typically, road trips are long distances traveled by automobile; especially RVs.“ Also längere Reisen auf Straßen, in der Regel mit dem Auto, vor allem mit einem Wohnmobil. Für uns ist das nur die klassischste vieler möglicher Definitionen, denn wir machen unsere Roadtrips auch mal mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Zug oder mit was auch immer man unterwegs sein kann – Hauptsache, es geht voran und man sieht möglichst viel Neues und Unbekanntes, erlebt viel, trifft auf fremde Kulturen, erkundet die Welt. Aber auch wir stehen zugegebenermaßen auf den klassischen Auto-Roadtrip. Luxus steht dabei nicht wirklich an erster Stelle, meist liegt der Schlafsack im Kofferraum und der Morgenkaffee kommt direkt vom Gaskocher. Aber es geht auch anders: Luxus pur bei der Unterkunft und als Fortbewegungsmittel ein Supersportwagen. Wer sich das leisten kann? Mit ein wenig Mühe im Prinzip jeder, der sich einen langen Traum verwirklichen möchte. In einigen Waldorf Astoria Hotels rund um die Welt kann man ein derartiges Erlebnis diesen Sommer buchen. Lambo, Luxus, Lifestyle: Die Waldorf Astoria Driving Experience! RoadTrip war beim Launch-Event in Dubai dabei.

Luxus hat Tradition bei Waldorf Astoria. Das erste Hotel wurde 1893 in New York von William Waldorf Astor eröffnet und stand an der Fifth Avenue. Es wurde 1929 geschlossen und abgerissen, an derselben Stelle begann dann der Bau des Empire State Buildings. Das zweite Waldorf Astoria eröffnete an seinem heutigen Platz an der Park Avenue am 1. Oktober 1931 als das damals größte und höchste Hotel der Welt. Der Name des Hotels setzt sich aus dem Familiennamen der Astors und dem Geburtsort Johann Jakob Astors, Walldorf bei Heidelberg, zusammen. Der deutsche Emigrant wurde in den USA Anfang des 19. Jahrhunderts vor allem durch Pelzhandel und Immobilien zum reichsten Mann seiner Zeit und zum ersten Multimillionär Amerikas. Heute gibt es rund um die Welt 26 Häuser und Resorts der Marke, die mittlerweile zur Hilton-Gruppe gehört. Ein besonderes Merkmal ist der so genannte „True Waldorf Service“. Er bezeichnet besonderen Service in inspirierender Umgebung, in dessen Rahmen persönliche Concierges maßgeschneiderte und unvergessliche Erlebnisse für den Gast kreieren. Eines dieser Erlebnisse ist die Waldorf Astoria Driving Experience, womit wir beim Thema wären…

Seit Mai 2015 und noch bis kurz vor Weihnachten kann man bei den Waldorf Astoria Driving Experiences in ausgewählten Destinationen so richtig Gas geben. Neben den beiden von uns besuchten Hotels in Dubai (Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah  und Ras Al Khaimah) und sechs Häusern in den USA bieten auch vier europäische Hotels das Erlebnis an: Berlin, Rom, Versailles und Edinburgh. Der Fuhrpark unterscheidet sich je nach Hotel, im  Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah darf man sich zum Beispiel auf Ferrari 458 Italia Spider, McLaren 12C Spider, und Lamborghini Hurácan freuen. Neben einem gültigen Führerschein ist eine weitere Grundvoraussetzung, dass man im Waldorf Astoria untergebracht ist, denn wie alle True Waldorf Services richtet sich auch die Driving Experience ausschließlich an die Gäste des Hauses. Zu den 999 US$ (für zwei Personen) für einen abwechslungsreichen Tag hinter dem Lenkrad kommen also noch Anreise und Unterkunft. Nur zum Vergleich: Durchforstet man das Internet, um z.B. den Ferrari 458 Italia zu mieten, dann kostet dies bereits gut 900 Euro für das geschlossene Modell. Bei einem McLaren 12C Spider ist man gerne mal mit 1.500 Euro pro Tag dabei und ein Tag im allradgetriebenen Lamborghini Hurácan schlägt mit rund 1.000 Euro zu Buche (100 km inklusive). Dabei kommt man aber nicht wie bei der Driving Experience in den Genuss, alle drei auszuprobieren, denn hier wird durchgewechselt. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man . vor und nach dem Erlebnis in einem Luxushotel untergebracht, das keine Wünsche offen lässt. Zugegeben, kein billiger Spaß, aber Preis/Leistung sind es durchaus wert, das Sparschwein zu köpfen.

Es ist Anfang Mai und wir sitzen in den klimatisierten Räumen des Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah. Draußen hat es früh morgens bereits über 30 Grad. Didier Theys, ehemaliger Le Mans-Rennfahrer und Driving Director, weist uns ein, erklärt die Straßenverkehrsordnung der Emirate und verteilt die Autos für die erste Etappe unserer Fahrt von Dubai nach Ras al Khaimah. Ich bekomme als ersten den Ferrari 458 Italia Spider zugewiesen. Der steht neben den anderen Fahrzeugen bereits vor dem Hotel. Einsteigen, Startknopf drücken. Spätestens jetzt, beim Klang der 700-PS-Motoren, steigen Glückshormone auf. Die Fahrt von der künstlichen Palmeninsel Palm Jumeirah erweist sich als nicht ganz ungefährlich für die tiefliegenden Boliden. Alle 500 Meter ein Speed Bump, jeder selbst bei Tempo 30 zu hoch. Wir schleichen. Dann kommen wir endlich auf die Stadtautobahn. Das Tempolimit ist 120 km/h, doch der Verkehr ist dicht. Wir folgen der Metro Richtung Norden, passieren unzählige Hochhäuser, darunter auch den 828 Meter hohen Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. Hier findet sich ab und an noch ein grüner Fleck am Straßenrand, doch sobald wir die Stadt hinter uns lassen, säumt nur noch Sand den Highway. Alle paar Kilometer stehen fest installierte Blitzer auf dem Mittelstreifen, Didier im Lead Car weist uns immer wieder über Walkie Talkie darauf hin. Man könne gefahrlos 140 km/h fahren, danach winkt ein teures Ticket. Tritt man beim Ferrari nur kurz aufs Gas, ist man aber gleich einmal auf 180 km/h, die Warnungen über Funk sind daher sehr willkommen. Außerdem darf man das Lead Car nicht überholen, so die Regel. Aber macht nichts, auch bei Cruising-Geschwindigkeit ist es ein erhabenes Gefühl hinter dem Sportlenkrad mit Schaltwippen. Nach etwa einer Stunde wechseln wir Fahrzeuge. Ich bekomme den McLaren mit seinen Flügeltüren und dem wohl engsten Cockpit unserer Karawane. Im Vergleich zum Ferrari ist er noch etwas giftiger, man klebt förmlich hinter dem Lenkrad. Schade, dass hier keine Rennstrecke zur Verfügung steht. Mittlerweile brennt die Wüstensonne so heiß vom Himmel, dass wir schweren Herzens das Dach schließen und die Klimaanlage auf Max stellen. Gut gekühlt haben wir nun bereits das Emirat Ras al Ras al Khaimah erreicht, durchqueren die Stadt und fahren in die benachbarten Berge. Die Straße wird kurvig, jetzt kommt der Fahrspaß. Doch es ist Vorsicht angesagt, denn der Asphalt ist heiß und schmierig. Weiter oben in den Bergen, inmitten einer bizarren Felskulisse, ist noch einmal Fahrzeugwechsel angesagt. Vom McLaren steige ich in den Huracán um. Dank Allradantrieb fährt sich der Lamborghini extrem sicher auf der Bergstraße. Der Sound des Zehnzylinders ist ein Traum, schon nach wenigen Kilometern verleihe ich dem Alu-/Carbonrenner das Siegel „Lieblingsauto“, auch wenn das Interieur im Vergleich zu Ferrari und McLaren eher etwas billig aussieht. Von den Bergen geht es zurück in die Wüste und nach Ras al Ras al Khaimah, schon bald erreichen wir das dortige Waldorf Astoria. Unsere Supersportler-Karawane rollt vor das Hotel, fällt aber angesichts der hier geparkten Luxuskarossen gar nicht so richtig auf. Nach insgesamt etwa fünf Stunden inklusive Fahrzeugwechsel und Tankstopp ist unsere Driving Experience vorbei, wirkt aber noch längere Zeit nach. Beim Essen gibt es fast kein anderes Thema. Am liebsten würden wir gleich wieder einsteigen und losfahren.

Der nächste Morgen. Heute geht es noch einmal in die Wüste. Diesmal mit weniger PS und fernab geteerter Straßen. „Dune Bashing“ ist angesagt. Mit einem ausgebildeten Fahrer hinter dem Steuer eines Toyota Land Cruisers schaukeln wir weglos durch den unendlichen Sand, surfen in gefährlicher Schräglage entlang der Dünen oder kippen an Dünenscheiteln wie in Zeitlupe nach vorne, um auf der anderen Seite erst steil nach unten und dann gleich wieder nach oben zu klettern. Wir fühlen uns wie Kinder in einem riesigen Sandkasten. Allerdings mit ein paar Pferdestärken und Allrad unter dem Hintern und einer wunderbar kühlenden Klimaanlage. Draußen hat es über 40 Grad, der Sand brennt beim kurzen Wüstenfotostopp selbst durch die Schuhe. Mitten in der Wüste steht ein Beduinencamp mit geräumigen Zelten. Auch dies ist Teil des Wüstenerlebnisses. Auf weichen Kissen gebettet trinken wir heißen Tee und stärken uns mit kleinen Snacks aus der Küche des Waldorf Astoria. Während der eine Teil der Gruppe Kamelreiten geht, versucht sich der andere beim Sandboarden. Interessanterweise gewöhnt man sich schnell an die Hitze. Sie ist trocken und daher überraschend gut auszuhalten. Und so wird es im Camp mitten im sandigen Nirgendwo keine Sekunde langweilig. Abends werden Fackeln entzündet, das Abendessen kommt auf den Grill. Außer dem Knacken brennenden Holzes ist kaum etwas zu hören. Die Wüste ist still, der Himmel bis an den Horizont übersät mit Sternen. So muss sich Lawrence of Arabia gefühlt haben. Noch in der Nacht geht es zurück nach Dubai, wieder ins Waldorf Astoria Palm Jumeirah. Die Dunkelheit der Wüste wird von den Milliarden Lichtern der Stadt abgelöst. Am Hotelpool gönnen wir uns einen letzten Drink und lassen uns noch einmal so richtig verwöhnen. Die Tage in Dubai waren wirklich etwas Besonderes. Supersportwagen, Dune Bashing, Beduinencamp, Luxushotels. Für mich sind definitiv gleich mehrere Jugendträume in Erfüllung gegangen.

Alle Infos zu den  Waldorf Astoria Driving Experiences und den Waldorf Astoria Hotels unter:
www.waldorfastoria.com/drivingexperiences


 

Die Ausfahrten werden jeweils morgens, nachmittags und abends angeboten, jeder Ausflug dauert mindestens zweieinhalb Stunden. Die Kosten belaufen sich auf 999 US$ (zirka 942 Euro) für zwei Personen (ohne Unterkunft). Den Adrenalinspiegel jedes Geschäftstreffens erhöhen Gruppenangebote für Unternehmen, die ebenfalls verfügbar sind. Interessierte können zwischen mehreren Erlebnispaketen wählen: „Drive & Stay“ beinhaltet eine Übernachtung, „Drive & Drive“ bietet eine doppeltes Erlebnis aus Sportwagen und Golfplatz und „Drive & Dine“ schließt ein Abendessen in einem Restaurant des Hotels ein. Die Termine zur Driving Experience in den einzelnen Häusern der Gruppe finden sich auf der o.g. Website.

Termine 2015 Waldorf Astoria Driving Experience Berlin:
(vorläufige Route: von Berlin nach Seelow / Seelower Höhen)
– 21. bis 23. August 2015
– 18. bis 20. September 2015
Weitere Locations bis Ende des Jahres buchbar.
Unser Film von der Driving Experience: vimeo.com/128053591

Informationen zu Dubai: www.visitdubai.com

Informationen zu Ras al Khaimah:
www.rasalkhaimahtourism.com

Die wichtigsten Informationen zu Gesetzen und Regeln in Dubai: www.dubai.de
Vielen Dank an Waldorf Astoria Hotels und
LMG Management GmbH für die Unterstützung.

Bilder zur Story gibt es in Kürze in unserem Heft (Ausgabe 5 – erhältlich kostenfrei auf iTunes und GooglePlay sowie für Browser) und in unserem Post weiter unten.